45 Shootout

Renaissance LogoDer neue, vierte Riddim der Renaissance-Crew um Delano Thomas heißt Ice Breaker und setzt den poppigen, melodiösen Sound des Vorgängers Stepz, der zur Zeit mit Sean Pauls “We’ll Be Burning” in den Musikkanälen rotiert, konsequent fort. Da erscheint es auch nur logisch, dass der Riddim für Elephant Mans “Bad Mind” kurzerhand zu einer Coverversion von John Legends “Ordinary People” umfunktioniert wurde.

Weitere hörenswerte Versions kommen von Assassin, Voice Mail und Renaissance-Protégé Busy Signal, der zur Zeit mit einiger Berechtigung als kommende große Nummer im DJ-Circuit gesehen wird. Mit “Mouth Water” ist er auch auf Hello Moto, dem neuen Riddim des H2O-Labels von Michael Brisset vertreten. Im Gegensatz zu dem eleganten French Vanilla-Riddim etwa ist dieser allerdings recht simpel gestrickt; billiger 80er-Jahre-Synthie plus straighter Rhythmus dürfte als Konzept nach einer Weile einigermaßen nervig werden.
Dane ‘Fire Links‘ Johnson, der mit Mad Instruments und vor allem Chaka Chaka für die letztjährige Welle an “Techno”-Riddims mitverantwortlich war, schwenkt jetzt um und veröffentlicht mit Lovers Race demnächst erstmals einen Riddim-Relick. Der Riddim verdankt seinen Titel dem Tune von Sugar Minott aus den 70er Jahren und wurde später als “Prison Oval Rock” (nach Barrington Levys Hit von 1982) besser bekannt. Für die Neuauflage des Riddims singt Sugar Minott seinen Tune erneut ein, unterstützt von Sizzla. Auch dabei sind u.a. Luciano, Singing Melody, Ghost und Tony Rebel.
Auch Bobby Konders bleibt umtriebig: Bang Bang heißt der neue auf Massive B, stampft im Mit-Neunziger-Stil gradewegs durch die Tanzhalle, angefeuert von Drumrolls und Basswalze, und erinnert dabei ein wenig an den Rock-Riddim, ebenfalls von Massive B. Außer der obligatorischen Burro Banton-Version gibt’s u.a. Tunes von T.O.K., Elephant Man, Vybz Kartel und Newcomer Khari Kill aus Trinidad.
Zu der aktuellen Kargheit in der Riddim-Produktion passt auch der neue Opera House-Riddim von Andrew Bradford namens Blue Lagune, der diese Linie allerdings schon länger (auch auf seinem Zweit-Label Black House mit Daniel ‘Blaxx’ Lewis zusammen) verfolgt. Dank geschickter Percussion hat der Riddim aber einen ganz eigenen Swing und kann auch hinsichtlich der Versions mit T.O.K., Bounty Killer und Jagwa überzeugen.