Review: Assassin – Infiltration

assassin - coverSeit gestern erhältlich ist “Infiltration“, das neue Album von Assassin. Das Album ist das erste seines Deals mit VP Records. Assassin konnte sich zwar in den vergangenen zwei Jahren nicht über mangelnde Hits beschweren, dennoch machen die Hälfte des Albums neue, exklusive Tunes aus, womit es nicht der sonst üblichen Kategorie ‘Single-Compilation’ zuzuschlagen ist.

Etwa seit “Girls Gone Wild” auf dem French Vanilla Riddim aus dem Herbst 2003 ging der Bekanntheitsgrad von Assassin steil nach oben, nicht zuletzt auch durch die Konfrontation mit Vybz Kartel, mit dem er dementsprechend auch oft als Repräsentant der neuen DJ-Generation ausgegeben wird. “Girls Gone Wild” ist auch der chronologische Startpunkt für das Album; daneben finden sich Hits wie “Step Pon Dem” auf Christopher Birchs Military Riddim, “Idiot Thing” auf Steps, das unglaublich gute “As A Man” auf dem von Steely & Clevie gebauten großartigen Sleepy Dog Riddim oder das aktuelle “Gangsta City” auf dem neuen Riddim von Steven ‘Lenky’ Marsden. Dessen futuristische Produktionen und der cleane High-Profile-Stil von Renaissance scheinen den Sound des Albums generell sehr beeinflusst zu haben, hörbar bei vielen der neuen, bisher unveröffentlichten Tunes. “Respect Due” etwa, das Echo-bewehrte Tribut an frühere Artist-Generationen, kommt den Inhalt kontrastierend auf einem wabernden, gebrochenen Beat daher; “Free At Last” ist ganz dem derzeitig rulenden Bashment-Sound angepasst und mit zig fipsigen Mikro-Melodien versehen. Spannend ist auch “Wandering Mind” angetrieben von hektischen Rockers-Snares und einer dröhnenden Bassline, auf dem Assassin seinen Flow in voller Effektivität präsentiert. “Youths Well Cold” schließlich, das von Donovan Germains Neuauflage des “Some Like It Hot”-Riddims bekannte Duett mit Freddie McGregor, verlässt als einziger Tune der Platte die Hardcore-Schiene, womit Assassin aber nur seine Versatility beweist, denn auch mit diesem Riddim kommt er problemlos zurecht.
Top-Album, das auf die weitere Entwicklung von Assassin gespannt macht.

[ Samples bei VP Records ]