Der Carnival in Trinidad ist nicht nur ein kurzes, rauschendes Fest der Sinne. Über das ganze Jahr hinweg trainieren Kids aus den nicht touri-kombatiblen Wellblechhütten-Vierteln Port-of-Spains in ihren Yards. Sei es Pan Yard oder Moko Jumbie Schule. Hier finden sie eine Familie – community centres, die gemäß dem gerne zitierten Stereotyp “die Kids von der (staubigen) Straße holen”.

Über ein solches Yard, nämlich die Dragon Kilimanjaro School of Arts & Culture in Port-of-Spain, handelt die Dokumentation “Up & Dancing – The magic stilts of Trinidad & Tobago” von dem Filmemacher Harald Rumpf (bekannt u.a. durch “HipHop – A Tale from the hood”), die jetzt von Leykauf Film und den Karibik-Spezialisten Faluma als DVD veröffentlicht wurde. Hier lernen Kids, wie man auf Stelzen geht und tanzt – bis zu dem großen Tag, wo sie als Moko Jumbie – Geister hoch über dem Carnivals-Geschehen wandeln.

Eifrige TV-Schauer und Forumsleser werden die Kurzfassung der Dokumentation kennen, die Anfang des Jahres auf 3sat zu sehen war: “Akini”. In der neu bearbeiteten Version steht weniger der 13jährige Junge Akini und seine Vorbereitungen auf den Carnival im Vordergrund, sondern die Moko Jumbie Schule von der Legende Dragon.
Eingebettet in einen dicken Soundtrack mit Maximus Dan, Machel Montano oder Shurwayne Winchester ist der Film nicht nur für Soca-Maniacs interessant, sondern richtet sich an jeden, der sich mit karibischer Kultur auseinandersetzt. Dank der hervorragenden Kameraführung ist die Doku fast schon photographisch.

Aus diesem Anlaß verlosen wir 3 Exemplare (Verlosung beendet!!) der DVD an die ersten Einsender, die folgende Frage richtig beantworten:
Was ist ein Jumbie?
Viel Glück. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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One Response to Moko Jumbies – wenn Gettokids zu Geistern werden