Diplo Selects GreensleevesDie gemeinsame Promo-Abteilung von VP und Greensleeves Records war vergangene Woche besonders fleißig und hat uns gleich mit einem ganzen Schwung Rezensions-Material eingedeckt. Damit die Sachen nicht so lange unbearbeitet herum liegen, handle ich an dieser Stelle das eine oder andere Album diesmal etwas kürzer ab.

Da wäre zunächst “Riddimentary: Diplo Selects Greensleeves”. Greensleeves haben den superhippen Star-DJ – in der Dancehall vor allem bekannt durch sein Projekt “Major Lazer” – dafür gewonnen, aus dem umfassenden Greensleeves-Katalog eine Art Mix-CD zusammenzustellen. Beim Ergebnis handelt es sich aber weniger um eine klassische Mix-CD mit 40-80 Tracks auf 74 bis 80 Minuten. Vielmehr sind hier 15 Songs in beinahe voller Länge aneinandergereiht, die sich dann aber mit geschmeidigen Übergängen (statt mit 2 Sekunden Pause dazwischen) flüssig durchhören lassen*.

Die Selection klingt in sich stimmig, was vor allem daran liegt, dass sich Diplo bis auf wenige Ausnahmen auf den Rub A Dub Style der frühen 80er konzentriert. Hugh Mundells “Jaqueline”, John Holts “Police In Helicopter”, Johnny Osbournes “Water Pumping” sowie diverse weitere sind alle zu Recht Hits dieser Ära.

Jedoch: wer sich mehr für Reggae als für Diplo interessiert, der hat wahrscheinlich den größten Teil der Songs schon auf anderen CDs. Und selbst wenn nicht: es gibt bereits jede Menge attraktivere Möglichkeiten, sich mit vergleichbarem Material zu versorgen.

Gesamtfazit: kann man sich gut anhören, muss man aber nicht haben.


*Update:
bei der Download-Variante des Albums erhält man sowohl den 45 Minuten langen Diplo-Mix als auch die 15 einzelnen Songs jeweils in voller Länge. Damit ist das Album als Download deutlich interessanter als als CD.

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