Nachruf: Alton Ellis

Alton EllisWas im Laufe der letzten Woche ein pietätloses Schauspiel sondergleichen darstellte (durch Londoner Radiosender verbreitete sich die Nachricht, dass Alton Ellis gestorben sei und zog dann durch Blogs und Foren weltweite Kreise um am gleichen Tag doch dementiert zu werden) wurde am Samstag von offizieller Seite bestätigt: Alton Ellis erlag nach fast einem Jahr harten Kampfes gegen den Krebs im Alter von 68 Jahren der Krankheit.

Alton Ellis wurde in der Zeit des Rocksteady zum ersten Superstar Jamaikas. Auf sein Konto gehen unzählige Hits wie “I’m Still In Love”, “Breaking Up”, “Cry Tough”, “Girl I’ve Got A Date” und nicht zuletzt “Rocksteady”. Continue reading “Nachruf: Alton Ellis”

“Opium” Riddim Review

Opium Flyer Germaica beschreitet neue Wege des Vertriebs und setzt mit dem am 30.05. erscheinenden Opium Riddim ganz auf die digitale Verbreitung. “Opium” wird ausschließlich auf MP3 erscheinen und führt so den Trend konsequent fort.

Mehr als ein vertriebstechnischer Meilenstein ist der “Opium” Riddim dann aber leider nicht. “Opium” überzeugt in erster Linie durch seine clubtaugliche, aktuellen HipHop aufgreifende, Produktion, wobei der melodietragende Synthesizer spätestens ab dem 4 Lied anfängt ein wenig zu nerven.

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“Cherry Pie” Riddim Review

Cherry Pie FlyerAls 1971 Eric Donaldsons Song “Cherry Oh Baby” unangefochten die Nr. 1 des Jamaica Music Festivals wurde, waren die meisten Interpreten des “Cherry Pie” Riddims, der jetzt auf dem African Beat Label erschienen ist, noch nicht geboren. Unzählige Male wurde “Cherry Oh Baby”, sowie der zugrunde liegende Riddim, neu interpretiert (um den Erfolg des Vorjahres zu wiederholen versuchte es Eric Donaldson 1972 gleich nochmal mit einer Version, die im Grunde nix anderes war, als “Cherry Oh Baby” mit neuen Lyrics) und so muss sich die Neuauflage dieses Klassikers mit so maßgeblichen Relickproduktionen wie der Digital B Variante aus dem Jahr 1992 messen lassen.
“Cherry Pie” besteht aus einem geloopten Sample aus den ersten Takten des Originals, zu dem sich eine knackige Drumspur sowie Bass und einige Dezente Melodieträger gesellen, nicht sonderlich einfallsreich das ganze aber dennoch effektiv in Szene gesetzt.
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