Kurz-Review: “Diplo Selects Greensleeves”

Diplo Selects GreensleevesDie gemeinsame Promo-Abteilung von VP und Greensleeves Records war vergangene Woche besonders fleißig und hat uns gleich mit einem ganzen Schwung Rezensions-Material eingedeckt. Damit die Sachen nicht so lange unbearbeitet herum liegen, handle ich an dieser Stelle das eine oder andere Album diesmal etwas kürzer ab.

Da wäre zunächst “Riddimentary: Diplo Selects Greensleeves”. Greensleeves haben den superhippen Star-DJ – in der Dancehall vor allem bekannt durch sein Projekt “Major Lazer” – dafür gewonnen, aus dem umfassenden Greensleeves-Katalog eine Art Mix-CD zusammenzustellen. Beim Ergebnis handelt es sich aber weniger um eine klassische Mix-CD mit 40-80 Tracks auf 74 bis 80 Minuten. Vielmehr sind hier 15 Songs in beinahe voller Länge aneinandergereiht, die sich dann aber mit geschmeidigen Übergängen (statt mit 2 Sekunden Pause dazwischen) flüssig durchhören lassen*.

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Turbulence & Warrior King – “For The Empress”-Tour 2011

For The EmpressZum Monatsende kündigen sich zwei Herren aus der Riege jamaikanischer Roots-&-Culture-Artists an, die in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts ihren Durchbruch hatten: Turbulence und Warrior King kommen auf die “For the Empress”-Tour.

Turbulence, der einst als Protegé von Phillip “Fatis” Burell im Vorprogramm von Sizzla zum ersten mal durch Europa tourte, hat sich inzwischen längst von seinem Ziehvater gelöst und ist mit einem Output von inzwischen fast 20 Alben in den letzten Jahren äußerst aktiv gewesen. Kritiker meinen zwar, dass man auf viele dieser Alben hätte verzichten können, aber die Ausbeute an Big Tunes reicht so oder so locker für eine Live-Show voller Forwards. Und da Turbulence inzwischen schon einige Tour-Jahre an Bühnenerfahrung gesammelt hat, wird er sein Publikum sicher nicht enttäuschen.

Gleiches gilt für Warrior King: zwar folgte seinen Hits “Virtous Woman” und “Never Go Where Pagans Go” nicht so ein inflationärer Album-Output wie bei Turbulence, doch Quality-Tunes hat er immer wieder nachgelegt. Und auch er kommt nicht zum ersten Mal nach Deutschland, sondern hat vielmehr auf seiner letzten Tour das Publikum hier so begeistert, dass es mal wieder Zeit für ein Wiedersehen ist.

Wer weiß: vielleicht überraschen uns die beiden in diesen Dancehall-lastigen Zeiten ja sogar mit den kommenden, noch nicht gehörten One-Drop-Hits des Jahres 2011.

Hier die Tourdaten im Überblick: Continue reading “Turbulence & Warrior King – “For The Empress”-Tour 2011″

Mavado, Mr Vegas & Red Rat auf Tour

Mavado HamburgDie kommende Woche beschert den Städten Hamburg und Köln ein Dancehall-Showcase der Extraklasse: unter dem Titel “Da Bashment Jam” hat der Gully God Mavado an den Abenden des 10. (Hamburg) und 11. (Köln) Februars dort seinen jeweils ersten, lang ersehnten Auftritt. Und als wäre das nicht schon Grund genug zur Freude, stehen auch noch Mr Vegas und Red Rat auf dem Lineup.

Getoppt wird das nur noch von der Winter Edition des Amsterdam Reggae Festivals, wo am Samstag außer den drei genannten auch noch Capleton und Jah Cure angekündigt sind.

In Berlin muss man auf diese ebenso verzichten wie auf Red Rat und Mr Vegas. Aber Mavado, der ganz zu recht auch bei allen anderen Shows als Headliner geführt wird, kommt immerhin am 17. Februar in die Hauptstadt.

Hier also ein Überblick über die verschiedenen Dates, Lineups, Venues etc:
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Berlin – Block Party gegen den Naziaufmarsch in Dresden – 28.01. (Astra)

Block PartyDen Platten wird schwindelig. Wer schon mal einen Abend mit den beiden Hamburger Soundhaudegen Stöcker Stereo und Sillywalks Diskotheque erlebt hat, dem schwant Gutes! Von Oldschool Hip Hop Breaks über Reggae, Dancehall bis hin zu Tropical Bass, Ghetto Rave bis Soca und Kuduro. Aber wer braucht schon Genregrenzen.

Dazu live Nosliw, Mad Maxamom und das Irie Révoltés Soundsystem!

Alles am 28.1.2011 im Astra-Kulturhaus für nur 5 Euro. Alle Einnahmen gehen in die Mobilisierung gegen Europas größten Naziaufmarsch in Dresden!

Zu der Party gibt es auch einen Thread in unserem Forum. Zur geplanten Blockade des Naziaufmarschs in Dresden findet ihr weitere Infos u.a. auf www.no-pasaran.mobi, www.dresden-nazifrei.com, www.avanti-projekt.de oder (mit ganz vielen Reggae- und Dancehall-Artists) auf www.bringzwei.com.

Review: Bushman Sings The Bushdoctor

BushmanAm 24. Januar erscheint bei VP das neue Bushman Album “Bushman Sings The Bush Doctor – A Tribute to Peter Tosh”. Der Titel lässt es erahnen: ein Album voller Peter Tosh Coverversionen – allerdings keinesfalls nur von Toshs “Bush Doctor” Album. Vielmehr finden sich auf dem Album zwölf Hits aus Toshs gesamter Post-Wailers-Ära.
Produziert wurde das ganze von Penthouse Records mit Unterstützung namhafter Musiker wie z.B. Sly Dunbar oder Robbie Lyn.

Wenig überraschend eignet sich Bushmans Stimme bestens für Toshs Material. Zusammen mit dem amtlichen Backing ergibt das einen Reigen von bekannten Klassikern im Soundgewand einer modernen jamaikanischen Roots-Produktion.
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Review: Reggae Anthology: Dennis Brown

Dennis Brown AnthologyLetzte Woche fand ich nach einer längeren Pause mal wieder Rezensionsmaterial von VP Records in meinem Briefkasten. Es handelte sich um die neue Dennis Brown Compilation des VP-Sublabels “17 North Parade” mit dem langen Namen Reggae Anthology: Dennis Brown – Crown Prince of Reggae – Singles (1972 – 1985). Als großer Dennis Brown Fan führte ich mir das Material direkt zu Gemüte und präsentiere hier nun meine Rezension:

Wenn man weiß, wie viele Möchtegern-Best-Of-Alben und sonstige Compilations vom Crown Prince of Reggae schon auf dem Markt sind, fragt man sich zunächst: braucht es noch eine? Continue reading “Review: Reggae Anthology: Dennis Brown”