Ray Darwin – Peoples Choice (Joe Fraser)

Peoples ChoiceVor einigen Tagen erschien bei Joe Fraser Records (hierzulande vertrieben über Irievibrations Records) das lang erwartete Debütalbum von Ray Darwin, betitelt nach seinem nicht mehr ganz so frischen Hit “Peoples Choice”.

Das Album vereint einige brandneue Songs mit Material, dass dem einen und anderen vielleicht schon von Shows, 7″s oder Dubplates bekannt ist. Neben einigen internationalen Gastproduktionen u.a. von Joe-Fraser-Records-Eigner LLoyd Campbell oder auch dem Hamburger Junior Blender finden sich hier vor allem Riddim, die Herr Darwin in seiner Wahlheimat Hamburg zusammen mit seinem Studiokollegen Piet Abele in Eigenregie produziert hat.

Musikalisch bietet das Album vor allem modernen One Drop Reggae mit einem ausgewogenen Mix aus neuen Kompositionen und einigen Remakes klassicher Riddims. Lediglich die Blender-Produktion “Dutty Johncrow” bringt etwas mehr Dancehall-Vibe in die Zusammenstellung.
Inhaltlich gibt es einige Lovers-Nummern, vor allem aber Reality-Lyrics. Continue reading “Ray Darwin – Peoples Choice (Joe Fraser)”

Kurz-Review: “Songs For Reggae Lovers Vol. 4”

Songs For Reggae LoversWeiter geht der angekündigten Review-Schnelldurchlauf mit der nächsten Greensleeves-Compilation: “Songs For Reggae Lovers Vol. 4”.

Bereits Ende Januar, wie schon Teile 1 bis 3 der Serie in den letzten drei Jahren pünktlich zwei Wochen vorm Valentinstag, erschien diese Doppel-CD mit einem Sammelsurium verschiedenster mehr oder weniger romantischer Reggae-Songs. Der Marketing-Ansatz ist also mehr als durchschaubar, was aber nicht heißen muss, dass das Produkt nicht trotzdem was taugt.
Das ganze startet mit recht aktuellem und populärem Material wie Busy Signals Phil-Collins-Cover “One More Night” oder Romain Virgos “Love Doctor”. Dazu gesellen sich im weiteren Verlauf diverse Evergreens vom Kaliber “Everything I Own”, diverse nicht ganz so große Hits aus den Jahrzehnte dazwischen wie Beres Hammonds “Come Back Home” oder Norris Mans “Home And Away” sowie eine Portion relativ belangloses Füllmaterial aus dem gesammelten VP- und Greensleeves-Backkatalog.

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Kurz-Review: “Diplo Selects Greensleeves”

Diplo Selects GreensleevesDie gemeinsame Promo-Abteilung von VP und Greensleeves Records war vergangene Woche besonders fleißig und hat uns gleich mit einem ganzen Schwung Rezensions-Material eingedeckt. Damit die Sachen nicht so lange unbearbeitet herum liegen, handle ich an dieser Stelle das eine oder andere Album diesmal etwas kürzer ab.

Da wäre zunächst “Riddimentary: Diplo Selects Greensleeves”. Greensleeves haben den superhippen Star-DJ – in der Dancehall vor allem bekannt durch sein Projekt “Major Lazer” – dafür gewonnen, aus dem umfassenden Greensleeves-Katalog eine Art Mix-CD zusammenzustellen. Beim Ergebnis handelt es sich aber weniger um eine klassische Mix-CD mit 40-80 Tracks auf 74 bis 80 Minuten. Vielmehr sind hier 15 Songs in beinahe voller Länge aneinandergereiht, die sich dann aber mit geschmeidigen Übergängen (statt mit 2 Sekunden Pause dazwischen) flüssig durchhören lassen*.

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Review: Bushman Sings The Bushdoctor

BushmanAm 24. Januar erscheint bei VP das neue Bushman Album “Bushman Sings The Bush Doctor – A Tribute to Peter Tosh”. Der Titel lässt es erahnen: ein Album voller Peter Tosh Coverversionen – allerdings keinesfalls nur von Toshs “Bush Doctor” Album. Vielmehr finden sich auf dem Album zwölf Hits aus Toshs gesamter Post-Wailers-Ära.
Produziert wurde das ganze von Penthouse Records mit Unterstützung namhafter Musiker wie z.B. Sly Dunbar oder Robbie Lyn.

Wenig überraschend eignet sich Bushmans Stimme bestens für Toshs Material. Zusammen mit dem amtlichen Backing ergibt das einen Reigen von bekannten Klassikern im Soundgewand einer modernen jamaikanischen Roots-Produktion.
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Deebuzz Muzik – Dubplate Radio

Dubplate Radio CoverAuf Soul Force (www.soul-force.com) erscheint dieser Tage die aktuelle Mix-CD der Mannheimer Crew um Selector Sebastian, die seit ca. einer Dekade in der hiesigen Reggae-Community äußerst umtriebig ist. Während sich Deebuzz in den letzten zwei Jahren mit dem hauseigenen Rude 7 an die Spitze der deutschen Reggae-Clubs katapultiert haben, ist es nun an der Zeit den Sound einmal mehr ins Rampenlicht zu rücken.

Auf “Dubplate Radio” unterziehen die Mannheimer einige Schätze Ihrer Dubbox einer Frischzellenkur und präsentieren diese in From zum Teil bisher noch nicht gehörter Remixe.

Die 44 Dubplates umfassende Tracklist ließt sich dabei wie ein Who-Is-Who der angesagtesten Reggae und Dancehall Künstler, angereichert um einige Größen aus Hip Hop und Raggajungle. Bei der flüssig gemixten Zusammenstellung wurde bewusst auf die klassischen Dubplate Riddim-Versionen verzichtet. Statt dessen hört man in erster Linie laid-back Hip Hop Instrumentale sowie soulige Versionen bekannter Riddims und den einen oder anderen Soul Force Refix.

Der Mix ist also vielleicht nicht für jeden Reggae-Puristen geeignet, stellt aber einen würdigen Startpunkt für eine Reihe von Mixtapes dar, die in den nächsten Wochen auf Soul-Force erscheinen werden.

Reinhören und kaufen kann man die CD auf soul-force.com. Freuen kann man sich auch auf weitere Mixe auf SoulForce in der nächsten Zeit (SWS & Whitebread , Silly Walks , Bigga T & Kunley (Ward 21)).